Doppelquad-Antenne

Für die Multi-Doppelquad-Antenne bedarf es mehrerer, genau berechneter Doppelquads.
Das zusammenschalten der Multiquad-Antennen kann starke Probleme bereiten!



zur Multiquad Berechnung

Material:
- Kupferdraht: ø1,8mm = 2,5 mm² (Mantelleitung NYM-J 3 oder 4 X 2,5)
- evtl. kupfergemantelter Schweissdraht (2,5mm)
- dünner wird zu instabil.
- 1,5mm² verschlechtert Empfang
- größer schlechterer Empfang (Impedanz wird gr.)
- versilberter Kupferdraht kein Unterschied (oxidiert)
- Kupferdraht-Isolierung unbedingt entfernen
- Antennenkabel: Impedanz 75 Ohm (Standard)
- Je länger das Kabel ist, desto schlechter der Empfang (10m sind ok)

Biegen:
- Kabel einspannen mit kräftigem Ruck gerade biegen.
- in Schraubstock und Bohrmaschine einspannen und ein paar Umdrehungen laufen lassen.
- 8x Quadrat-Kantenlänge abmessen.
- an 90-Grad-Kante korrekt Biegen.
- An Mitte des Quads beginnen.
- Nach Biegen restlichen Draht -zzgl. Stück zum überlappendem Zusammenlöten- abzwicken.

- Hohe Fertigungsgenauigkeit = besserer Empfang!

Die Antenne lässt sich für die Mittelfrequenz zwischen höchster und niedrigster Frequenz oder speziell für nur eine Frequenz berechnen, siehe Rechner weiter Unten.

Tipps:
- Lötzinn nicht zu lange erhitzen, er soll nach dem Löten noch glänzen.
- Erst Kupfer erhitzen, dann Lötzinn hinzugeben.

Löten:
- 1,5 Zentimeter der äußeren Isolierung entfernen.
- Drahtgeflecht zu Kabel verdrehen¹.
- 5 Millimeter Isolierung vom Innenleiter entfernen.
- Anlöten: siehe Foto
- Beide Seiten (Kabel u.Draht) dürfen sich nicht berühren.

¹ Drahtgeflecht das keinen Lötzinn aufnimmt mit Draht oder einem Stück Metall mit der Antenne verbinden.

Aktiver DVB-T-Empfänger
-> falls die Speisung für den Antennenverstärker
     via Antennenkabel geliefert wird:
- zwischen Innenleiter und Antenne
  einen Keramikkondensator setzen:
- Kapazität: 220 Pikofarad
- Spannungsfestigkeit: 500 Volt
- z.B.: "KERKO-500 47P"
-> Elektromagnetische Signalübertragung verhindert
     einen Kurzschluss des Receivers.
Positionierung und Ausrichtung

- nach Eingabe der Postleitzahl:
   DVB-T Abdeckung anzeigen.
nächstgelegener Sendeturm anzeigen.

- Möglichst in Richtung des Senders und
- Möglichst hoch positionieren.
- Je nach Polarisation des Senders die Antenne
    horizontal/ vertikal ausrichten.
- Kanalsuchlauf
  -> schlechtesten Sender wählen.
- Antenne drehen/ neigen/ schief halten
    bis max. Signalstärke angezeigt wird.
- Empfangstest der restlichen Sender.
- Antenne mit Reißzwecke, Nagel, Tesafilm
   anbringen.





  Verbesserungen
- Kabel direkt an Doppelquadantenne löten.
- Wand-Anschlussdosen weggelassen
- keine Steckverbindungen
- Leichtes Neigen.
- Andere Positionierung im Raum.
- Bei Aluminium isoliertem Dach: Außenmontage.
- mindestens 2m unterhalb des Blitzableiters.


Signal für mehrere Empfänger teilen
- ist möglich, das Signal wird aber schwächer.
- besser: zweite Antenne bauen.

Kein Empfang
trotz perfekt angepasster/ ausgerichteteter Antenne
- Antennenverstärker
   -> Keramikkondensator erforderlich

Reflektorbau
- Rundholzstab: auf Abstand zwischen Antenne und Reflektor längen.
-> siehe Berechnungstool
- plus 5mm.

- Aluplatte soll mindestens 50mm über die Antenne hinausstehen.
- 0,5 oder 0,5mm Stärke genügen, mehr ist kein Problem
- Alufolie genügt bereits
- Kupferblech ist ebenfalls geeignet
- CDs ebenfalls
Nicht mit Abschirmung verbinden!
- Abstand einhalten!
- Antenne mittig platzieren
- die Spitzen anzeichnen und dort die Abstandshalter montieren
- z.B. mit Spax-Schrauben.
- Antennespitzen in die kreuzförmigen Vertiefungen drücken.
- Reflektorkanten etwas nach Innen biegen optimiert Strahlrichtung.
- Reflektorblech mit nichtleitendem Lack lackierbar.

Verstärkung
- ca. 8db ohne Reflektor
- ca. 12db mit Reflektor


- 5mm tiefe Einschnitte in die Enden sägen.
-  Tiefe der Schnitte entspricht dem Abstand Antenne-Reflektor.

wetterfeste Version
Zur Stabilisierung des Antennendrahts diesen in einen Styroporblock stecken, auf den rückseitig das Reflektorblech und vorderseitig der Antenndraht sowie ggf. die Elektronikbautele aufgeklebt bzw. in Schlitze eingelassen werden.

In diesen Block ggf. den Antennenverstärker einsetzen.
Das ganze in Kunststoffghäuse einsetzen.
Der Empfang wird evtl. minimal gedämpft.

Kleine(re) Antennen
Der Doppelquad besteht aus vier schräg übereinander angeordneten Halbwellendipolen, also zwei um 45° gedrehten, übereinander angeordneten Quadraten.
Sie gehen so ineinander über, dass sich rechter und linker Teil nicht berühren.

Die beste Verstärkung wird erzielt wenn die Kantenlänge genau der Wellenlänge entspricht.

Die Wellenlänge errechnet sich aus der Lichtgeschwindigkeit geteilt durch die Durchschnittsfrequenz der Sendefrequenzen.

Bei DVB-T-Frequenzen ergeben sich so sehr große Antennen.
Um diese kleiner auszuführen zu können handelt sich hier um eine Lambda-Viertel-Antenne, bei der die Quadrat-Kantenlänge 1/4 der Wellenlänge entspricht.

Grundsätzlich funktioniert jede Antenne mit einer vielfachen Schenkellänge der Wellenlänge Lambda.
Daher sind bei bestimmten Wellenlängen auch
Lambda-Achtel-Antennen möglich.

Allerdings nimmt die Verstärkung bei kleineren Antenne ab.

Universal-Antenne
für jeden Standort eine andere Antenne?
Eine Lambda/8-Doppelquad mit Reflektor für 500 oder 600 MHz sollte in sehr vielen Regionen einen guten Empfang bieten.

Berechnung Doppelquad-Antenne
Frequenzen Deutscher DVB-T-Regionen.
In Regionen mit sehr niedrigen Frequenzen benötigt man etweder sehr große Antennen,
oder baut bei Frequenzen <300 MHz statt einer Lambda-Viertel- eine Lambda-Achtel-Antenne!

niedrigste Frequenz (in MHz)
höchste Frequenz (in MHz)
Quadrat-Kantenlänge (in cm)
Antennenbreite (in cm)
Antennenhöhe (in cm)
Gesamtlänge Draht (in cm)
Abstand zwischen Antenne und Reflektor (in cm)
Minimalhöhe Alublech (in cm)
Minimalbreite Alublech (in cm)